Gründüngung im Naturgarten

Eine Einsaat von Gründüngung ist immer dann sinnvoll wenn Flächen über einen längeren Zeitraum ab 4 bis 6 Wochen offen liegen. Sie schützt vor Austrocknung und lockert den Boden auf natürliche Weise. Für eine solche schnelle Zwischenbegrünung eignet sich Bienenweide, auch Phacelia genannt, besonders gut. Diese keimt innerhalb weniger Tage und die Fläche ist schnell zugewachsen und somit vor zufliegenden Samen sicher. Des weiteren lockern die Wurzeln den Boden auf und die entstandene Grünmasse kann direkt wieder in den Boden eingearbeitet werden, da sie sehr schell verrottet. Ca. eine Woche nach dem Einarbeiten kann die Fläche bereits wieder bepflanzt werden. Kommt die Bienenweide zur Blüte werden diese von einer Vielzahl von Hummeln und Bienen besucht.

Bienenweide mit Buchweizen gemischt ergibt die schnellste Bodenbegrünung.
Buchweizen keimt im Sommer schneller als Bienenweide, sollte nach unseren Erfahrungen aber immer als Mischung ausgesät werden. Die Grünmasse ist bei Buchweizen noch höher als bei Bienenweide.

Benötigen wir eine starke Unkrautunterdrückung durch hohes Pflanzenwachstum ist die Sommerwicke sehr erfolgreich. Diese muss bis zum Herbst stehen bleiben. Zu beachten ist, dass Wicken Stickstoffsammler sind - hier sollte also nicht zusätzlich Stickstoff gedüngt werden.

Sie können Ihr Beet erst nach dem Winter bepflanzen?
Im Oktober können sie noch kurzfristig Bienenweide einsäen, die dann im Jugendstadium überwintert.
Wenn Sie schon im August/September aussäen können, empfiehlt sich Winterwicke, auch Zottelwicke genannt. Diese macht schnell tiefe Wurzeln und es entstehen beim Verrotten der Wurzeln tiefe Röhren für Wasser und Luft. Auch hier ist zu beachten, dass die Winterwicke ein Stickstoffsammler ist.